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Geissenpeter vom Thurtal
Die beiden Ziegenzüchter Daniel Haffa (l.) und Domenik Meier im umgebauten Stall in Leimbach. (Bild: Bild: Rudolf Steiner)
LEIMBACH. Domenik Meier und Daniel Haffa haben einen leerstehenden Kuhstall um- und einen Geissenhof aufgebaut. Bereits haben sie aus der Ziegenzucht die ersten marktfähigen Produkte produziert.
Rudolf Steiner
Das Porträt von Vamira, der Bündner Strahlenziege, ziert das Etikett des 100 Gramm wiegenden Ziegenweichkäses, der bereits in mehreren Dorf- und Hofläden der Region zum Verkauf aufliegt. Das Foto der Ziege und auch das Etikett hat Domenik Meier selbst gemacht. Der 28jährige Weinfelder ist gelernter Möbelschreiner und hat vor zwei Jahren auf einem Bauernhof in der Surselva gearbeitet und an der Landwirtschaftlichen Schule in Landquart eine Zweitausbildung zum Landwirt gemacht.
Rasche Vermehrung
Nach der Rückkehr in den Thurgau im vergangenen Herbst trat Domenik Meier eine Stelle als Maschinist bei Daniel Haffa in Oberandwil an. Der 40jährige gelernte Bäcker-Konditor hat als ehemaliger Bauernbub immer noch ein Bein in der Landwirtschaft. Auf dem elterlichen Bauernhof im Nachbardorf Eckartshausen mit Kühen aufgewachsen, hielt er auf seinem Hof in Oberandwil selbst einige Ziegen.
«Ich habe vor drei Jahren vom Vater eines Mitarbeiters aus dem Toggenburg sechs Ziegen gekauft», erzählt der Hobbyziegenhalter. Der «Besuch» eines Ziegenbocks hatte natürlich Folgen, und an Ostern 2008 sprangen gleich neun quicklebendige Geisslein auf den Wiesen herum. Bis im Oktober 2009 war der Bestand bereits auf 25 Ziegen angewachsen und der Stall in Oberandwil definitiv zu klein geworden.
Zufällig wurde Daniel Haffa auf den leerstehenden Stall an der Hauptstrasse in Leimbach aufmerksam, und seit November ist Domenik Meier im Stall in Leimbach am Umbauen.
60 Ziegen im Kuhstall
Mittlerweile ist die kleine Ziegenherde auf etwa 60 Tiere – 40 Geissen und 20 Zicklein – angewachsen. Im umgebauten Kuhstall gibt es 40 Fressplätze und einen umfunktionierten Melkstand für acht Ziegen.
«Die Tiere müssen zweimal täglich gemolken werden und geben so pro Tag zusammen etwa 100 Liter Milch», erklärt «Geissenpeter» Domenik Meier, der seit Anfang Jahr ausschliesslich im Ziegenstall in Leimbach arbeitet und für das Wohl der Ziegenherde verantwortlich ist. «Die Haltung von Ziegen ist sehr anspruchsvoll und aufwendig», so Meiers Erfahrung. Dafür leisten Geissen im Verhältnis zur Körpermasse einiges mehr als eine durchschnittliche Milchkuh. Spitzenziegen geben pro Tag bis zu vier Liter Milch, was aber stark von der Rasse abhängig ist.
«Enorm viel Herzblut»
Inzwischen hat Daniel Haffa in Pfyn auch einen Käser gefunden, der ihm die Milch zu Weissschimmelkäse verarbeitet. Da nicht alle neugeborenen Zicklein für die Zucht geeignet sind, suchen die beiden Ziegenzüchter noch Abnehmer für feines Gitzifleisch. Natürlich bedeutet das aber nicht, dass Domenik Meier seine Geissen nicht gern hätte. «Ich liebe die Arbeit mit den eigenwilligen Tieren und investiere auch enorm viel Herzblut.»
Mail-Kontakt: haffas-ziegenprodukte-at_bluewin.ch*
Diese Mailadresse ist absichtlich unrichtig geschrieben, um Junk-Mails vorzubeugen.
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