Die Ökonomie des Glücks

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Die Filmvorführung im Bistro Dimensione Winterthur am Abend des 13. März 2013 war ein voller Erfolg. Das Bistro war bis auf den letzten Platz voll.

Dank gilt dem Initiator Markus Rügg, (www.Gemeinschaften.ch)

Trailer des Films ca. 4 Minuten

Die Ökonomie des Glücks

„Lokales Wirtschaften“ ist eine wichtige Strategie um unsere angeschlagene Welt, unsere Ökosysteme, unsere Gesellschaften und uns selbst zu einem besseren Leben zu verhelfen.
 
Wirtschaftliche Globalisierung hat zu massiver Expansion und Machterweiterung von Großunternehmen und Banken geführt. Dadurch wurden die Probleme verschärft, mit denen wir heute konfrontiert sind: Fundamentalismus und ethnische Konflikte; Klimakatastrophe und Artensterben; finanzielle Unsicherheit und Arbeitslosigkeit. Eine weitere Problematik sind die zunehmend individuellen Kosten. Immer mehr Menschen sind Stressfaktoren ausgesetzt. Durch steigenden Druck der Arbeit verbringen wir weniger Zeit mit Familie und Freunden.
 
Die Dokumentation „Die Ökonomie des Glücks" zeigt eine Welt, die sich in zwei gegensätzliche Richtungen entwickelt. Einerseits werben Regierungen und Großindustrie für die Globalisierung und Verfestigung der Macht der Konzerne, während sich andererseits Menschen weltweit mit einer Forderung nach Re-Regulierung von Handel und Finanzen dieser Politik widersetzen. Im Gegensatz zu den alten Machtinstitutionen sind sie dabei, eine neue, andere Zukunft zu schmieden. Sie kommen zusammen, um ein neues, auf Menschlichkeit und ökologischer Wirtschaft basierendes Paradigma zu schaffen – hin zu einer lokalen Ökonomie.
 
Der Film zeigt, wie Globalisierung kulturelle Selbstverleugnung, Konkurrenz und Spaltung verursacht, strukturell das Wachsen von Slums und städtischen Ballungsräumen fördert und die Demokratie schwächt. Durch den globalen Handel entsteht eine enorme Verschwendung: Äpfel aus Großbritannien werden zum Waschen und Wachsen nach Südafrika und zum Verkauf wieder zurück in britische Supermärkte geschickt; vor den Küsten Amerikas gefangener Thunfisch wird zur Verarbeitung nach Japan und anschließend wieder nach Amerika geflogen. Es gibt Berichte über Selbstmorde indischer Bauern und vom Tod ländlicher Kulturen in allen Teilen der Erde.
 
Die zweite Hälfte der „Ökonomie des Glücks“ bietet neben Inspiration auch praktische Lösungen. Davon ausgehend, dass die wirtschaftliche Regionalisierung eine strategische Lösung für unsere Probleme bedeuten kann, nennt der Film die politischen Veränderungen, die für das Bestehen und Gedeihen lokalen Wirtschaftens nötig sind. Es werden Gemeinschaftsinitiativen vorgestellt, die sich für eine Agenda der Regionalisierung einsetzen, wie z.B. städtische Gärten in Detroit, Michigan und die Transition Town-Bewegung in Totnes, Großbritannien. Es werden die Erfolge von Bewegungen aufgezeigt, die sich für eine Rückbesinnung auf lokal angebaute Lebensmittel, biologische Vielfalt, Gemeinschaft und Wirtschaft weltweit einsetzen. Auch Via Campesina, mit mehr als 400 Millionen Mitgliedern die größte soziale Bewegung der Welt, wird vorgestellt.
 
Wir hören Stimmen der sechs Kontinente, u. a. von Vandana Shiva, Bill McKibben, David Korten, Michael Shuman, Juliet Schor, Zac Goldsmith und Samdhong Rinpoche – Premierminister der tibetischen Exilregierung. Sie alle sagen uns, dass der Klimawandel und das Ölfördermaximum (peak oil) uns keine Wahl lassen: Wir müssen wieder lokal wirtschaften. Die gute Nachricht ist, dass wir auf diese Art nicht nur die Erde retten, sondern auch unser Wohlbefinden wiedererlangen können. „Die Ökonomie des Glücks" stärkt unseren Glauben an die Menschlichkeit und fordert uns heraus, im Glauben daran, dass eine bessere Welt möglich ist.
 
 
Die Ökonomie des Glücks
Dokumentarfilm, 68 Minuten
 
Produktionszeitraum 2005-2010
USA, Nicaragua, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Australien, Indien, Thailand, Japan und China.
Originaltitel: The Economics of Happiness
Buch und Regie: Helena Norberg-Hodge, Steven Gorelick and John Page
Produziert von: Helena Norberg-Hodge

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