Zuviel Fisch schadet der Gesundheit

Zu viel Fisch schadet der Gesundheit


Mehr als zweimal pro Woche Fisch kann zu chronischer Vergiftung führen, warnt die französische Lebensmittelagentur Anses. Besonders Lachs, Sardinen und Hering sind mit Vorsicht zu geniessen.

Nicht nur Fleisch, auch fetthaltige Fische wie Sardinen und Lachs können die Gesundheit gefährden, schreibt «Le Matin». Die Zeitung beruft sich auf eine Warnung der französischen Lebensmittelagentur Anses. Wer mehr als zweimal wöchentlich fettreiche Fische esse, riskiere eine chronische Vergiftung.

Anses weist darauf hin, dass viele Fische mit Dioxinen, Quecksilber und dem Weichmacher PCB belastet seien - alles Stoffe, die durch den Menschen in die Umwelt gelangen. Insbesondere die wegen ihrer Omega-3-Fettsäuren eigentlich besonders gesunden Fische wie Lachs, Sardinen und Hering seien besonders belastet. «Man findet aber auch Spuren von Dioxinen und PCB in Forellen aus Schweizer Seen», sagt der Genfer Kantonschemiker Patrick Edder. Einige Umweltgifte würden sich in lebenden Organismen ansammeln, insbesondere im Fett.

Risiko einer chronischen Vergiftung

Die Lebensmittelsicherheitsagentur Anses empfiehlt, höchstens zweimal wöchentlich Fisch zu essen und dabei bei Art und Herkunft abzuwechseln. «Diese Empfehlung scheint mir vernünftig», sagt Hugo Kupferschmidt vom Schweizerischen Toxikologischen Informationszentrum.

Die positiven Wirkungen von Fisch für die Gesundheit seien wichtiger als die negativen, so Kupferschmidt. Trotzdem sei es so, dass sich die giftigen Substanzen auch im menschlichen Körper anreichern, da Schwermetalle und Weichmacher auch von uns nicht ausgeschieden werden können. (huf)



http://www.20min.ch/wissen/gesundheit/story/30138200