Südumwanderung bleibt

Südumwanderung bleibt

Münsterlingen – Was wäre wenn die Oberlandstrasse wirklich gebaut würde? Das Komitee zum Schutz des Seerückens führte zusammen mit dem Verein zum Schutz von Kulturland in ländlichen Gemeinden die schon traditionelle Südumwanderung durch. Die beiden Vereine haben sich für besondere Anlässe zusammengeschlossen, bleiben aber als Körperschaft autonom.

 

(Bild: zvg)

(Bild: zvg)

 

Die kürzlich stattgefundene Wanderung führte ab Spital Münsterlingen vorbei an Apfel-Plantagen über Wiesen und Felder mit genussvollem Blick auf den Bodensee. Eigentlich genau da, wo die im Richtplan geplante Oberlandstrasse führen würde. Beim Reuthof gab es wieder einen Kaffeehalt mit Kuchen und frischen Früchten vom Bauern. Weiter gings dann entlang dem Schloss Liebburg und dem Lengwiler Weiher, dem nächst gelegenen Naturschutz- und Erholungsgebiet für Kreuzlinger Bewohner.

Nach fast drei Stunden erreichte die muntere Wanderschar das Ziel bei der Kreuzlinger Wildsauenhütte. Über 20 Interessierte und Mitglieder nahmen das Angebot von gegrillter Wurst und Brot gerne wahr und diskutierten über vergangene Zeiten. Aber auch über die Spange – der Verbindung zwischen Autobahnausfahrt Süd und Bätershausen. Genau genommen vorbei an der Wildsauenhütte also da, wo gerade die Wurst gegessen wurde.

 

Verwunderung über Planungsgelder


Ueli Ryter, Präsident vom Seerücken-Komitee erinnerte in der anschliessenden kurzgehaltenen Mitgliederversammlung daran, dass das Thurgauervolk im Jahr zuvor sehr deutlich gegen die Erhöhung der Motorfahrzeugsteuer und somit gegen den Bau der Oberlandstrasse abgestimmt habe. Matthias Rutishauser, Präsident vom Verein Kulturland doppelte nach und wundert sich über die Planungsgelder die der Kanton bereits jetzt schon ausgibt, obwohl der Bau noch in weiter Ferne liegt.

 

Bei fröhlichem Beisammensein war dann allen klar, dass an der Südumwanderung festgehalten werden soll und auch im nächsten Jahr wieder durchzuführen sei, und zwar am 21. September.