Talent Schweiz

Aussagen von Mitgliedern

Verein TALENT Schweiz Vorstand, 
5000 Aarau

29. 3. 2013

Brief an die TALENT-Mitglieder zu folgenden Themen:

  1. A. Information über Anträge an der MV
  2. B. Klarstellungen zu von Claudio Graf, Hans Leuenberger, Charly Aschwanden und Jonas Baier verbreiteten Behauptungen insbesondere auf der Webseite von Claudio Graf
  3. C. Verlinkung TALENT mit der Webseite von Claudio Graf


Zu A. Information über Anträge an der MV

Die Anträge, die dem Vorstand für die MV vorgelegt werden, müssen in gehöriger Form vorher den Mitgliedern zur Kenntnis gebracht werden, was wir mit diesen Schreiben tun.
Die Stellungnahmen des Vorstandes sind hier eher kurz. Wer vor der MV mehr wissen möchte, frage bitte bei jemandem von uns nach.

Anträge Claudio Graf und Hans Leuenberger

1. Wahlen Vorstand

Folgende Talent Mitglieder stellen sich gemeinsam zur Wahl in den bestehenden Vorstand: Claudio Graf, Hans Leuenberger, Charly Aschwanden und Jonas Baier.

Begründung:
Eine Erneuerung im Talent Verein ist dringend erforderlich. 
Talent hat in den letzten Jahren sehr viel Mitglieder verloren, unserer Meinung nach wegen zu viel Zentralismus, Kontrolle und Bürokratie und zu wenig Grosszügigkeit. Auch zu wenig persönliche Gespräche bei aufgetretenen Problemen. Die Leute aus der Kerngruppe, die sich nun zur Wahl stellen, engagieren sich zum Teil seit vielen Jahren fürs Talent und haben viel Basisarbeit in den Regionalgruppen geleistet. Die neu für den Vorstand kandidierenden Mitglieder möchten der Arbeit in den Regionalgruppen wieder mehr Gewicht geben und unnötige Bürokratie abbauen, dafür braucht es ein komplett neues Team. Sie stellen sich deshalb als Team gemeinsam zur Wahl.

Wenn dieses neue Team gewählt wird, werden wir eine(n) jährlich wechselnde(n) Vorsitzende(n) wählen.(In den Statuten ist ja bereits vorgesehen, dass sich der Vorstand selbst konstituiert.)

Stellungnahme Vorstand:
Der bestehende Vorstand ist für 3 Jahre gewählt; Neuwahlen sind 2014.
Der Vorstand stellt den Antrag, darüber abzustimmen, ob auf eine Neuwahl eingegangen werden soll.
 Wenn die MV Neuwahlen befürwortet, stellt der Vorstand den Antrag, die 4 Gruppenmitglieder einzeln zu wählen.
Der jetzige Vorstand kann sich eine kooperative Zusammenarbeit mit dieser Gruppe, insbesondere mit Hans Leuenberger und Claudio Graf, nicht vorstellen. Dies aufgrund der Handlungs- und Ausdrucksweise der beiden in der Vergangenheit (unwahre Behauptungen, Verleumdungen, zusammengereimte Behauptungen ohne Prüfung des Wahrheitsgehaltes, keinerlei Kooperations- bereitschaft, TALENT in Verbindung bringen mit fremdenfeindlichem Gedankengut usw.) und einem gescheiterten Vermittlungsgespräch.
 Wir erachten die beiden aufgrund ihres Gesprächsstils auch nicht als fähig, den Verein kompetent zu leiten. Wir befürchten eine Schädigung des Vereins.

Falls Hans und/oder Claudio in den Vorstand gewählt werden, sind die meisten der bisherigen Vorstandsmitglieder nicht mehr bereit, ihre Aufgabe weiterzuführen.

Ein vom Vorstand selber bestimmter Vorsitzender, wie in der Begründung verlangt, ist laut Vereinsrecht nicht möglich. Der Vereinspräsident muss von der MV gewählt werden.

Abstimmungsmodus: Antrag auf Neuwahlen wird mit einfachem Mehr beschlossen, die Mitglieder werden mit einfachem Mehr gewählt

2. Freier Mitgliederbeitrag

Der Mitgliederbeitrag für das Jahr 2013 kann von jedem Mitglied frei bestimmt werden. Er kann in Talent oder Franken bezahlt werden.

Begründung:
Die bisherige Arbeit des Sekretariats soll auf mehrere Schultern verteilt werden und soll nur noch mit Talent bezahlt werden. Damit fällt der grösste Teil der Frankenausgaben weg.
 Für alle weiteren Frankenausgaben soll der Vorstand nach Möglichkeiten suchen, diese durch Talentausgaben zu ersetzen. Wir freuen uns trotzdem über zahlreiche Franken-Beiträge oder Spenden, damit mit diesem Geld Werbeaktivitäten fürs Talent finanziert werden können, in erster Linie Gebühren für Standbewilligungen an Märkten und für Beteiligungen an Messen (zB. Oekomesse Zürich, Biomarkt etc.).

Die Zeitschrift „Zeitpunkt“ beweist seit vielen Jahren, dass es möglich ist, eine Zeitschrift herauszugeben, bei der der Abobeitrag von den AbonenntInnen frei bestimmt werden kann. Wenn dies beim „Zeitpunkt“ funktioniert, wird dies bei Talent auch funktionieren.

Damit müssen auch keine Mahnungen mehr verschickt werden, mit denen in den letzten Jahren viele Mitglieder in völlig unsensibler Weise vergrämt wurden und so aus dem Verein ausgetreten sind oder ausgeschlossen wurden.

Stellungnahme Vorstand:

Der Mitgliederbeitrag ist in den Statuten festgelegt und beträgt Fr. 50.- . Ebenfalls in den Statuten festgehalten ist die Möglichkeit, dass Erwerbslose mit einem Nachweis den Beitrag in Talent bezahlen können.
 Die Budgets der letzten Jahre gingen verantwortungsvoll mit dem Franken- Vermögen des Vereins um und entsprachen den tatsächlichen Ausgaben. Es war in den letzten 5 Jahren nie ein nennenswerter Überschuss in Franken vorhanden. Deshalb ist es unserer Meinung nach auch nicht möglich, das Risiko von Mindereinnahmen einzugehen. Wir finden, man muss sich mögliche Konsequenzen eines freiwilligen Beitrages vorher genau überlegen und durchrechnen, und dafür ist die Zeit zu knapp. 
Zudem widerspricht ein freiwilliger Beitrag der Forderung des Gesetzes, dass alle Mitglieder des Vereins gleich behandelt werden müssen. Deshalb kann die MV auf diesen Antrag nicht eintreten.
 Der Vorstand schlägt deshalb vor, dass sich eine Arbeitsgruppe mit dieser Frage (und andern finanziellen Ideen) befasst und gesetzeskonforme Möglichkeiten überlegt und durchrechnet, um sie an der nächsten MV zur Abstimmung vorzulegen.
 Die Begründung der Antragssteller, das Sekretariat nur noch von Freiwilligen und nur gegen Vergütungen in Talent führen zu lassen, gefährdet das Funktionieren von TALENT. Die Geschäftsführung muss professionell arbeiten.

Abstimmungsmodus: Über den Antrag kann aus gesetzlichen Gründen nicht abgestimmt werden. Der Beschluss über die Einsetzung einer Arbeitsgruppe erfordert ein einfaches Mehr.

3. Gründung einer Arbeitsgruppe Leitbild und Zukunftswerkstatt

Wir beantragen, dass von der Mitgliederversammlung eine Gruppe gewählt wird, die ein neues Leitbild fürs Talent als Ganzes und die Aufgaben des Vorstands und der RegionalgruppenleiterInnen erarbeitet und dies an einer Zukunftswerkstatt, zu der alle Talentmitglieder eingeladen werden, zur Diskussion stellt.

Stellungnahme des Vorstandes:
Das Pflichtenheft für den Vorstand steht in den Statuten, für die RG-Leiter hat der Vorstand ein Pflichtenheft erstellt.
 Gleichwohl unterstützt der Vorstand diesen Antrag und ergänzt, dass diese neuen Papiere der nächsten MV zum Beschluss vorgelegt werden sollen.
 Weitere Ergänzung: Diese Gruppe berücksichtigt bei ihrer Arbeit die Ergebnisse des Workshops an der MV vom 13.4.2013.

Abstimmungsmodus: Die Gründung der Arbeitsgruppe Leitbild kann mit einem einfachen Mehr beschlossen werden.

Anträge Andreas Rudin

1. Neuwahl des Vorstandes

Hiermit stelle ich den Antrag, dass an der Mitgliederversammlung vom 13.4.2013 eine Neuwahl aller Vorstandsmitglieder durchgeführt wird.

Begründung für Antrag 1:
Aufgrund der grossen Meinungsverschiedenheiten, die aktuell zwischen einigen langjährigen engagierten Talent-Mitgliedern und einigen Mitgliedern des Vorstands bestehen und nachdem das Schlichtungsgespräch am 13.2.2013 keine Lösung gebracht hat, möchte ich die Möglichkeit haben, alle Mitglieder des Vorstands neu zu wählen.

Stellungnahme Vorstand:
Der bestehende Vorstand ist für 3 Jahre gewählt, Neuwahlen sind 2014. Der Vorstand stellt den Antrag, ob auf eine Neuwahl eingegangen werden soll.
 Wenn ja, dann werden alle Mitglieder einzeln gewählt.

Falls Hans und/oder Claudio in den Vorstand gewählt werden, sind die meisten der bisherigen Vorstandsmitglieder nicht mehr bereit, ihre Aufgabe weiterzuführen.

Abstimmungsmodus: Antrag auf Neuwahlen wird mit einfachem Mehr beschlossen, die Mitglieder werden mit einfachem Mehr gewählt

2. Regionalgruppen stärken

Statutenänderung und sofortige Umsetzung

Hiermit stelle ich den Antrag, die Statuten des Vereins „Talent“ wie folgt zu ändern:

Art. 4 Gruppen:

Der bisherige Artikel 4 „Mitglieder von „TALENT“ können sich zu selbständigen Gruppen zusammenschliessen. Bei der Auflösung einer Regionalgruppe gehen deren Inventar und Vermögen an „TALENT“ über.“

wird durch folgenden neuen Artikel ersetzt:

Gruppen Art. 4 Mitglieder von „TALENT“ können sich zu selbständigen Gruppen zusammenschliessen, insbesondere Mitglieder aus der gleichen Region zu Regionalgruppen. Regionalgruppen konstituieren sich selbst und wählen selbständig eine oder mehrere RegionalleiterInnen. Gewählte RegionalleiterInnen können nur von der jeweiligen Regionalgruppe abgewählt werden, Vorstand und  Mitgliederversammlung können nur Empfehlungen aussprechen.

 

RegionalgruppenleiterInnen werden unverzüglich über neu eintretende Mitglieder in ihrer Region informiert. Regionalgruppen erhalten einen jährlich an der Mitgliederversammlung festzulegenden Prozentsatz der Mitgliederbeiträge aller Mitglieder aus ihrer Region zur selbständigen Verwendung. In Zweifelsfällen kann jedes Mitglied selbst entscheiden, welcher Regionalgruppe sie oder er angehört. Bei der Auflösung einer Regionalgruppe gehen deren Inventar und Vermögen an der Verein „Talent“ über.

In Artikel 5, Mitgliederversammlung wird eingefügt: nach „...das Tätigkeitsprogramm“

„Sie legt jährlich fest, welcher Anteil der Mitgliederbeiträge in Franken und / oder Talent den existierenden Regionalgruppen zur Verfügung gestellt werden.“

Aus Artikel 6, Vorstand wird gelöscht:

„- beschliesst über Ausgaben und Beiträge an die lokalen Gruppen im Rahmen des Budgets“

Werden diese Statutenänderungen von der Mitgliederversammlung genehmigt, so beantrage ich, dass diese sofort wirksam werden und die Mitgliederversammlung anschliessend den entsprechenden Anteil des Mitgliederbeitrags festlegt, der für das Jahr 2013 den Regionalgruppen zur Verfügung gestellt wird.

Begründung zu Antrag 2:

Der Verein Talent lebt dadurch, dass sich Mitglieder in den einzelnen Regionen vernetzen. Dazu ist meines Erachtens dringend eine Stärkung der Regionalgruppen nötig.

Bereits in den bisherigen Statuten ist festgehalten, dass sich Mitglieder zu selbständigen Gruppen zusammenschliessen können. Selbständig bedeutet aber meines Erachtens auch, dass nur sie selbst über die Wahl oder Abwahl eines Gruppenleiters / einer Gruppenleiterin beschliessen können. Die Tatsache, dass die Vereinspräsidentin kürzlich einen Regionalleiter abgesetzt hat, widerspricht meines Erachtens bereits den bestehenden Statuten. Damit so etwas nicht mehr vorkommen kann, möchte ich diese Klarstellung in den Statuten verankern. Für die Stärkung der Regionalgruppen ist es meines Erachtens sehr wichtig, dass diese auch über ein eigenes Budget verfügen können, deshalb dieser Antrag. Ich finde es falsch, es vom Goodwil des Vorstands abhängig zu machen, ob eine Regionalgruppe Beiträge bekommt oder nicht.

Stellungnahme des Vorstandes:

Der Vorstand unterstützt bereits jetzt entstehende und bestehende Regionalgruppen, eine Stärkung der Regionalgruppen ist also in unserem Sinn. Ausgaben der Gruppen (z.B. Saalmiete, Porti) können jederzeit in Rechnung gestellt werden.

Die Ideen, die Mitglieder einer Region ihre Leitung wählen zu lassen und einen fixen Prozentsatz der Mitgliederbeiträge der Regiogruppe zur Verfügung zu stellen, finden wir grundsätzlich praktikabel und sinnvoll. Eine noch zu klärende Frage ist, wie man die Regionen eingrenzt oder einteilt um den Verteilschlüssel festzulegen. Auch die Kriterien, wann eine RG eine RG ist, z. B. wenn sich Mitglieder regelmässig treffen, müssen noch erarbeitet werden.

Es gibt auch Bedenken des Vorstandes gegenüber dem Antrag: Er wird weiterhin verantwortlich sein, kann aber keinen Einfluss mehr nehmen auf die Ausgaben der Mittel und die Personen, die die Leitung ausführen. Das könnte vermieden werden, wenn die Eigenständigkeit der Gruppen dahin geht, selbst einen Verein zu gründen.

Richtigstellung: Nicht die Präsidentin, sondern der ganze Vorstand hat kürzlich ein Regionalleiter seines Amtes enthoben.

Abstimmungsmodus: Eine Statutenänderung muss mit 2/3 Mehrheit beschlossen werden.

3. Ausschluss von Mitgliedern nur durch die Mitgliederversammlung

Antrag 3, Statutenänderung und Anpassung der Teilnahmeregeln

Hiermit stelle ich den Antrag, die Statuten des Vereins „Talent“ wie folgt zu ändern:

In Artikel 5, Mitgliederversammlung wird am Ende eingefügt:

„Die Mitgliederversammlung entscheidet über den Ausschluss von Mitgliedern. Für den Ausschluss eines Mitglieds sind drei Viertel der abgegebenen Stimmen erforderlich. Ausgeschlossene Mitglieder können innerhalb eines Monats ein Schlichtungsgespräch verlangen.“

In Artikel 6, Vorstand wird gestrichen: „und Ausschluss“ bei „- entscheidet über Aufnahme und Ausschluss von Mitgliedern“

Der Satz über den Ausschluss von Mitgliedern in den Teilnahmeregeln wird wie folgt geändert:

„Schwere Verstösse gegen die Grundsätze und Teilnahmeregeln können zum Ausschluss aus dem Verein „Talent“ führen. Der Antrag auf Ausschluss eines Mitglieds muss zuhanden einer Mitgliederversammlung gestellt werden und wird dort entschieden. Verlangt ein ausgeschlossenes Mitglied innerhalb eines Monats ein Schlichtungsgespräch, so wird ein Schlichtungsgremium aus folgenden Personen zusammengesetzt:

Das ausgeschlossene Mitglied, das Mitglied, das den Ausschluss beantragt hat, 2 vom Vorstand bestimmte Vorstandsmitglieder, zwei von allen RegionalleiterInnen bestimmte RegionalleiterInnen, ein weiteres Mitglied, das vom ausgeschlossenen Mitglied frei bestimmt werden kann. Das Schlichtungsgremium fällt seinen Entscheid mit einfachem Mehr.“

Begründung:

Der Ausschluss eines Mitglieds ist meines Erachtens eine zu einschneidende Massnahme, dass diese Entscheidung einigen wenigen Mitgliedern, die aktuell im Vorstand sind, überlassen werden kann. Eine solche Massnahme sollte nur an der Mitgliederversammlung beschlossen werden können mit der Möglichkeit für das ausgeschlossene Mitglied ein Schlichtungsgremium anzurufen.

Stellungnahme des Vorstandes:

Grundsätzlich ist das denkbar. Es gilt jedoch zu bedenken, dass das eine Blossstellung eines fehlbaren Mitgliedes vor der ganzen MV bedeutet. Das könnte ein Verstoss gegen den Persönlichkeitsschutz eines Mitgliedes sein. Das Verfahren wird auf diese Weise langsam und umständlich.
 Der Vorstand erwägt auch eine Statutenänderung, die die Möglichkeit eines Rekurses einräumt. Das kann an der nächsten MV beschlossen werden.

Abstimmungsmodus: Der Antrag bedeutet eine Statutenänderung und muss deshalb mit 2/3 Mehrheit beschlossen werden.

4. Die Möglichkeit schaffen, grössere Beträge ohne Umlaufsicherung zu parkieren und Darlehen zu vergeben

Antrag 4, Änderung der Teilnahmeregeln
Hiermit stelle ich den Antrag, dass folgende 2 Punkte neu in die Teilnahmeregeln aufgenommen werden:

Mitglieder mit grossem Talentguthaben (Einzelpersonen ab 500 Talent, Firmen ab 1000 Talent) können einen frei wählbaren Talentbetrag für eine fest definierte Dauer, mindestens jedoch für ein Jahr, zur Darlehensvergabe freigeben. Sie zahlen während dieser Dauer auf den entsprechenden Betrag keine Umlaufsicherung.

Mitglieder können Darlehen beantragen, solange von anderen Mitgliedern genügend Talente zur Darlehensvergabe freigegeben wurden. Die für das Mitglied zuständigen RegionalleiterInnen können Beträge bis maximal 2000 Talent bewilligen, der Vorstand kann Beträge bis maximal 5000 Talent bewilligen, die Mitgliederversammlung kann Beträge in beliebiger Höhe bewilligen. Darlehen sind zinsfrei.


Begründung:


Ich bin aus geldpolitischen Gründen dafür, dass die Umlaufsicherung unbedingt beibehalten wird. anderseits ist eine Umlaufsicherung erst dann ein faires Instrument, wenn das Tauschsystem gross genug ist, dass alle Mitglieder genügend Möglichkeiten haben, ihr angesammeltes Tauschvermögen in kurzer Zeit wieder sinnvoll auszugeben. Das ist bei Talent Schweiz bisher nicht der Fall. 
Es gibt einige wenige Teilnehmende, die sehr attraktive Produkte anbieten oder sehr viel für Talent gearbeitet haben und die im Moment auf ihren Talenten sitzen bleiben, weil sie zu wenig Möglichkeiten haben, diese wieder für sie sinnvoll auszugeben. Es sollte deshalb möglich sein, grössere Tauschwährungsguthaben zu "parkieren" und vorübergehend der Umlaufsicherung zu entziehen. Dieses "parkierte" Vermögen kann dann in der Zwischenzeit von anderen genutzt werden, die zum Beispiel eine grössere Investition durchführen wollen und dies auf der anderen Seite sonst nicht können. Diese Idee ist im TALENT schon alt und wurde immer wieder diskutiert. Ich denke, der Zeitpunkt ist nun da, dies endlich umzusetzen.

Stellungnahme des Vorstandes zu „Altersvorsorgekonten“:
Dies hat grosse Auswirkungen auf den Finanzhaushalt von TALENT, der auf die Schnelle nicht überschaubar ist. Z. B. bedeutet weniger Umlaufsicherung auch weniger Einnahmen des Vereinskontos und damit weniger Möglichkeit, Arbeiten für den Verein mit Talent zu entgelten, oder man müsste die Umlaufsicherung auf normalen Konten erhöhen. Der Vorstand schlägt deshalb vor, einer Gruppe den Auftrag zu geben, das durchzurechnen und Kriterien zu erarbeiten, nach denen Talente von normalen Konten auf Parkierungskonten und wieder zurück transferiert werden können. Er schlägt vor, das Traktandum zu verschieben, bis diese Arbeitsgruppe ein Ergebnis als Entscheidungsgrundlage vorlegen kann.

Stellungnahme des Vorstandes zu Darlehen:
 Zeittauschkreise (und TALENT Schweiz funktioniert sehr ähnlich wie ein solcher) verwenden nie Darlehen, sondern Kredit, also Schöpfungsrechte. Die Definition eines Darlehens beinhaltet immer ein Verfallsdatum, bis wann es zurückgezahlt werden muss. Da aber keine Instanz da ist, welche die Rückzahlung kontrolliert oder gar durchsetzt, ist das keine gute Idee. 
Ein Betrag, der als Darlehen beantragt wird, kommt nicht grundsätzlich woanders her, als ein Kredit, der von einem Mitglied beansprucht wird. Bei TALENT wird nicht bereits vorhandenes Zahlungsmittel quasi als Ware betrachtet und hin- und hergeschoben, sondern der beim Ins-Minus-Gehen des Mitglieds beanspruchte Kredit muss gemäss unseren Teilnahmeregeln spätestens bis zum Austritt ausgeglichen werden, und dafür ist das Mitglied selbst verantwortlich.

Von der anderen Seite her argumentiert: Es macht keinen Sinn, wenn ein Mitglied mit sehr hohem Kontostand sein Guthaben nicht selbst ausgibt, denn der Kreislauf kann nur durch dieses eigenhändige Ausgeben geschlossen werden. Es steht einem solchen Mitglied aber frei, sein Guthaben zu verschenken, entweder einzelnen anderen Mitgliedern oder dem Vereinskonto.
Andreas geht davon aus, dass Guthaben (besonders jene über Tt. 500), die auf einem Mitgliederkonto längere Zeit liegen, an einer anderen Stelle (nämlich bei Mitgliedern mit niedrigem Kontostand, typischerweise im Minus) fehlen. Von den Designern unserer Komplementärwährung ist aber gerade für diesen Fall nur etwas vorgesehen, nämlich die Erhöhung des persönlichen Kreditlimits des "armen" Mitglieds. Ob so ein Antrag bewilligt werde, solle von den realistischen Möglichkeiten abhängen, die dieses "arme" Mitglied hat, den Kredit jemals durch Leistungserbringung "zurückzuzahlen". Kreditgeber ist immer das Vereinskonto.

Zusammengefasst ist es eine Illusion, dass brachliegendes Guthaben "an und für sich" einen Wert hat. Es ist bloss ein Gegenrecht, ein Anspruch gegenüber allen anderen Mitgliedern, ihm irgendwann möglichst brauchbare Dienstleistungen oder Waren zu erbringen / zu verkaufen. Die Idee, die diesem Antrag zugrunde liegt, könnte von den in der heutigen Finanzwirtschaft gehand- elten sog. strukturierten Produkten herrühren, mit denen sich mit dieser Illusion Geld verdienen lässt, wobei das gesamte System aber geschädigt wird.

Die für das „Parkieren“ vorgeschlagene Arbeitsgruppe sollte sich auch mit dieser Frage befassen. Das Traktandum sollte verschoben werden, bis auch hier ein Ergebnis als Entscheidungsgrundlage vorgelegt werden kann.

Abstimmungsmodus: Einfaches Mehr

5. Talent soll in Stunden bzw. Zeit geändert werden

Antrag 5, Änderung der Tauschwährung Hiermit stelle ich folgenden Antrag:

Der Verein „Talent“ (Schweiz) stellt sein Verrechnungssystem auf Zeitwährung um. Neu wird jeweils eine „Stunde“ als Verrechnungseinheit verwendet.

Die Mitgliederversammlung setzt ein Gremium ein, das Übergangsbestimmungen ausarbeitet und diese einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung zur Beratung und Abstimmung vorlegt.

Die Mitgliederversammlung beruft diese ausserordentliche Mitgliederversammlung hiermit ein und setzt ein Datum dafür fest.

Begründung: Die letzten Jahre haben auch den letzten ZweiflerInnen eindrücklich gezeigt, wie krisenanfällig unser Geldsystem ist. Ich halte es deshalb als dringend nötig, die bisherige Quasi-Kopplung der Talent-Währung an den Schweizer Franken aufzuheben. In der Theorie existiert eine solche Kopplung zwar nicht, die Praxis von zwanzig Jahren Talent hat aber gezeigt, dass diese Kopplung mit einer Tauschwährung, bei der eine Einheit in etwa einem Franken entspricht, nicht aufgehoben werden kann.

Inzwischen hat sich sogar in den Teilnahmeregeln von Talent der Satz eingeschlichen: "Sie (gemeint ist: die Mitglieder bei Tauschgeschäften) können sich dabei zur Vereinfachung an den Franken anlehnen." Es war eine Illusion zu meinen, dass die Tauschwährung Talent sich unabhängig vom Franken entwickeln kann, indem sie z.B. die laufende Teuerung nicht mitmacht.

Die Erfahrungen auf internationaler Ebene haben gezeigt, dass eine solche "Entkopplung" nur mit Zeitwährungen möglich ist, da eine Stunde immer eine Stunde bleiben wird, unabhängig von Inflationen, Teuerungen etc. Nach 20 Jahren Erfahrung ist Talent meines Erachtens reif für diesen Systemwechsel.

Stellungnahme des Vorstandes:
 Diese Änderung bedeutet nicht nur eine Statutenänderung, sondern eine Änderung des Zwecks des Vereines. Diese ist schwerwiegend und grundsätzlich und widerspricht den Gewohnheiten im Verein. Eine Zweckänderung kann nicht ohne eine Willensbildung von allen Mitgliedern beschlossen werden.

Der Vorstand schlägt vor, dass sich eine Arbeitsgruppe mit dieser Frage befasst und die Willensbildung durchführt. Zudem soll sie einen Vorschlag erarbeiten, nach welchem Modus Talente einmalig in Stunden umgewandelt werden sollen, so dass es für alle gerecht ist. An der MV 2014 können die Ergebnisse zum Beschluss vorgelegt werden.

Zu bedenken ist auch, welche Auswirkungen eine solche Änderung auf den Handel mit Waren haben wird.

Abstimmungsmodus: Die MV kann nicht über den Antrag abstimmen, nur über die Einberufung einer Arbeitsgruppe. Dies mit einfacher Mehrheit. Über den Antrag, der eine Zweck- und eine Statutenänderung bedeutet, kann dann in der nächsten MV mit 2/3 Mehrheit abgestimmt werden.

Zu B. Klarstellungen zu von Claudio Graf, Hans Leuenberger, Charly Aschwanden und Jonas Baier verbreiteten Behauptungen insbesondere auf der Webseite von Claudio Graf

Die 4 genannten Mitglieder haben an alle TALENT-Mitglieder einen Brief geschickt mit einem Link zu der Webseite von Claudio Graf (cgc). Dort sind einige Briefe aufgeschaltet mit unwahren und verleumderischen Behauptungen über den Vorstand von TALENT, insbesondere über die Präsidentin Ursula Dold.

Kündigungsgrund Hans Leuenberger: Die veruntreuten 10'000 Talent waren nicht der Kündigungsgrund. Das haben wir auch deutlich gesagt.
 Der wahre Kündigungsgrund kann bei Interesse von Ursula Dold oder David Schlatter erfragt werden.

Die Mitgliederversammlung von 10. Mai 2008 in Zug hat beschlossen, den Vorstand nur alle 3 Jahre neu zu wählen. Neuwahlen sind 2014 wieder fällig.

Der Vorstand weist entschieden zurück, dass Ursula Dold kriminelles Potenzial unterstellt wird. Ihre Aussagen sind stets der Wahrheit entsprechend und sie nimmt ihr Amt engagiert und integer wahr.

Zu C. Verlinkung TALENT mit der Webseite von Claudio Graf

Auf der Webseite von Claudio Graf wird fremdenfeindliches Gedankengut verbreitet. Das kann jeder feststellen, der aufmerksam die Seite liest. TALENT möchte auf keinen Fall mit diesem Gedankengut in Verbindung gebracht werden, da es dem Verein schadet, und hat deshalb Claudio Graf aufgefordert, alle Hinweise auf TALENT von seiner Seite zu entfernen. Die Briefe an die Mitglieder, die dort drauf sind, können direkt verschickt werden.

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Wir im Vorstand hoffen, dass recht viele von euch zur MV kommen; die anstehenden Entscheidungen sollten von möglichst vielen Mitgliedern mitbestimmt und dann mitgetragen werden. Für die diversen vorgeschlagenen Arbeitsgruppen braucht es engagierte Personen.

Der Vorstand

Christine Güttinger, David Schlatter, Ursula Dold, Petra Samaras