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Streptomycin ist ein Aminoglycosid-Antibiotikum, welches von zahlreichen Streptomyceten gebildet wird.

 

Streptomycin wurde erstmals am 19. Oktober 1943 von Albert Schatz, Elizabeth Bugie und Selman Waksman an der Rutgers University isoliert.

 

Für die Entdeckung erhielt Waksman 1952 den Nobelpreis für Medizin. Streptomycin erlangte große Bedeutung als erstes Antibiotikum gegen Tuberkulose.

 

Aufgrund seiner geringen therapeutischen Breite bei gleichzeitig rascher Resistenzentwicklung ist Streptomycin nur bei Tuberkulose und wenigen speziellen Infektionen (Streptokokken- bzw. Enterokokken-Endokarditis, Pest, Brucellose und Tularämie) und nur als Kombinationstherapie angezeigt. Es wird (als Sulfatsalz) in Form parenteraler Trockenpulverformulierungen angewendet.

 

Unerwünschte Wirkung

Bei längerer Einnahme können Schäden am Gehör und den Nieren entstehen (Ototoxizität, Nephrotoxizität).

 

Durch die Verwendung verschiedenster Anti-Bio-Tikas im Laufe deines Lebens, kannst du dir nun vorstellen, dass dadurch eine so genannte "Nieren-Insuffuzienz" entstehen kann.

 

Das sind dann eben diese Menschen, die bei einem leichten Infektionsbefall, wodurch auch immer (nicht nur EHEC!), mit Nierenversagen im Spital landen und je nach Krankheitsverlauf daran sterben können. !!!


Diese Informationen kann man im Internet nachlesen, da braucht man kein Arzt oder Akademiker zu sein - nur lesen - und mit dem gesunden Menschverstand interpretieren.

Dann muss man unweigerlich zum Schluss kommen - Hände weg von Strepotmycin.

 

Aber der Bund und der Kanton empfiehlt dies als einizige Lösungs-Variante und lässt andere Lösungsansätze gar nicht einmal Gehör geben...???

 

Was hat denn der Kantons-Chemiker oder der Kantons-Arzt gelernt, scheinbar können die noch nicht einmal Eins und Eins zusammenzählen, denn jeder, der das obige liest, muss doch einfach grossen Abstand nehmen von diesem Streptomycin!!

Landwirtschaftsamt Thurgau Markus Harder (Bericht im Thurgauer Bauer)

 

Ausgabe Nummer 28 (2011)

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Mehr mit Streptomycin belastete Honigproben

Wie schon in den Vorjahren muss auch im Jahr 2011 aufgrund des Einsatzes von Streptomycin in Obstanlagen gegen den Feuerbrand der Honig auf allfällige Rückstände untersucht werden. Betroffen ist Honig von Bienenständen im Umkreis von maximal 1,0 Kilometer einer behandelten Obstanlage. In 68 Proben wurde Streptomycin nachgewiesen.

 

Der Ablauf der Honigkampagne wurde, basierend auf den Richtlinien des Bundes, gemeinsam von den Vertretern der Bienenhalter und der Obstproduzenten sowie dem Landwirtschaftsamt festgelegt. Im Kanton Thurgau gibt es rund 1000 Bienenstände. Von etwa 580 Standorten muss eine Probe genommen werden. Zuständig dafür sind die Honigprobenehmer, die im Auftrag des Landwirtschaftsamts die Proben einsammeln. Bis Anfang Juli wurden 480 Honigproben abgeliefert.

Davon sind 436 untersucht, 44 sind noch in der Untersuchung. Die Untersuchung zeigt leider ein wenig erfreuliches Ergebnis: Zwar konnte in 368 (= rund 85 Prozent) der Proben kein Streptomycin nachgewiesen werden. In 68 Proben wurde aber Streptomycin nachgewiesen. Der betroffene Honig wird deshalb gemäss Vereinbarung des Schweizerischen Obstverbandes (SOV) und des Vereins der deutschschweizerischen und rätoromanischen Bienenfreunde (VDRB) aufgekauft und muss vernichtet werden. Die im Vergleich zu den Vorjahren hohe Zahl von belasteten Proben kommt unerwartet. Da das Mittel pro Baum nur einmal eingesetzt wurde, müssen die Gründe dafür noch vertieft abgeklärt werden.

Die sehr intensive und lange Blüte und das Fehlen von alternativen Blütenpfl anzen während der Blütezeit – der Löwenzahn war schon abgeblüht – sind, ebenso wie die lange Trockenheit und ein möglicherweise dadurch etwas verlangsamter Abbau des Mittels, mögliche Ursachen. Die Honigkampagne läuft noch bis zum 15. August 2011. Bienenhalter, deren Honig beprobt werden muss, wenden sich dazu an die Honigprobenehmer.

Honig von betroffenen Standorten darf nur in Verkehr gebracht werden, wenn er untersucht worden ist. Bienenhalter, die dieses Jahr an einem betroffenen Standort keinen Honig schleudern, sind aufgefordert, dies bis zum 15. August 2011 dem Landwirtschaftsamt mitzuteilen.

 

Landwirtschaftsamt Thurgau, Markus Harder