Mein Gesundheitszustand 1991

Ich erinnere mich, wie ich bereits im Lehrlingsalter begonnen hatte, mich mit Rauchen zu belasten und das damals natürlich absolut cool gefunden habe, nun endlich zu den «Erwachsenen» zu gehören. Blenden wir aber noch ein paar Jahre weiter zurück, wo es zu erzählen gibt, dass mein Vater wie auch der Grossvater Konditor/Confiseur als Beruf ausübten und dass ich da natürlich mit den süssen Versuchungen schon in frühen Jahren erlegen bin.

Nicht extrem, aber immerhin, wo wir doch heute wissen, dass Zucker und Co. eines der grössten Gifte sind. Bei dieser Gelegenheit darf ich nicht versäumen, dass meine Mutter ein begnadete Köchin war und noch immer ist, und wir mit einigen Einschränkungen wirklich eine ausgewogene und höchst abwechslungsreiche Ernährung geniessen durften.

Dass diese Ernährung und die Konditorei nicht ganz meinen heutigen Anforderungen entsprochen haben, hat sich auch entsprechend bemerkbar gemacht - zwar mit kleinen und unbedeutenden Qualitätseinbussen des Wohlbefindens, wie ich damals meinte. Erst dreissig Jahre später habe ich gelernt und mir sind Kronleuchter aufgegangen (nicht nur ein Licht, wie man sagt), weshalb diese Symptome mich während der ganzen Zeit hartnäckig begleitet haben.

Die konventionelle Küche, die Süssigkeiten und das Rauchen hatten körperliche Auswirkungen zur Folge, wie unreine Haut, Ekzeme, belegte Zunge, Körpergeruch, Schweissfüsse, Fusspilz und Magenbrennen. Du unterliegst keiner Täuschung - es ist wirklich die Beschreibung meines damaligen Wohlbefindens, das ich heute allerdings eher als Unwohlsein-Befinden bezeichnen würde.

Ich erkenne heute, wie ich (wenn auch nicht ganz unfreiwillig - es war zu essen, was auf den Tisch kam) an meinem Körper gefrevelt hatte - nicht sehr stark, aber trotzdem so, dass all die oben auf- gezählten Symptome in Erscheinung getreten sind. Derer ich mich natürlich auch schämte, insbesondere den äusserlich sichtbaren und zum Teil sehr unappetitlichen - oder wie würdest du Fuss- schweiss und Fusspilz beurteilen?

All diese Symptome sind auf Übersäuerung zurückzuführen, die auf die beschriebene Lebenshaltung folgen müssen. Ich wusste es damals nicht besser, wie es heute noch den meisten Menschen geht. Ich habe es nicht in der Schule gelernt, es ist mir in der Hauswirtschaftsschule weder damals noch vor einigen Jahren in der Funktion als Schulpräsident (2005/2006) den SchülerInnen beigebracht worden. Das Wort «Übersäuerung» kannte man damals überhaupt nicht und erst in den letzten Jahren ist diese Erscheinung langsam ein Begriff geworden.

Wer heute TV sieht und bewusst einmal auf die Werbung schaut, erkennt, dass jeder zweite oder dritte Werbeclip um die Linderung von Übersäuerungs-Symptomen wirbt. Das kommt ja nicht von ungefähr - durch das aktuelle Ernährungsverhalten sind meines Erachtens mindestens 80% bis 90% der Menschen in Zentral-Europa, beschränken wir uns einmal auf die Schweiz, übersäuert und einer latenten Acidose unterworfen.

 

Ich bin nicht der einzige, der hier und heute behauptet, dass die Kosten-Explosion in Gesundheitswesen mindestens zu 80% der Behandlung, Linderung und Heilung der Folgekrankheiten der Übersäuerung begründet ist.

Aber zurück zu meiner «saure Gurkenzeit», wo ich beispielsweise auch einem guten Tropfen Wein, neben einem gut durchgebratenen Stück Fleisch und andern «Wohlstandsannehmlichkeiten» verfallen war, wie Otto-NormalverbraucherIn. Ich erinnere mich, jeweils «danach» ein ausgeprägtes Magenbrennen (Aufstossen, Sodbrennen) erleben musste.

Eine weitere Folge dieses Lebens-Stils äusserte sich so ab 35 auch in einem kleinen Übergewicht, sag ich mal etwas bescheiden, was mich nicht abgehalten hatte, weiter Milch-Produkte, Fleisch, Cola und Süssigkeiten zu konsumieren, bis ich 1991 (37) mit einer akuten Gallen-Kolik im Spital gelandet bin. Dabei diagnostizierten die Ärzte neben einer offenen Speiseröhre auch gleich noch ein (zum Glück noch kleines) Magengeschwür.

Nach etlichen Magenspiegelung und einer medikamentösen Behandlung hat sich dieser Zustand dann allmählich gebessert, allerdings hat mir keiner etwas erzählt von Übersäuerung und noch weniger, was ich im Alltag dazu beitragen könnte, um diese «Erkrankung» zu vermeiden.

 

Kann es sein, dass die medizinisch ausgebildeten Personen gar keine Ahnung von der Ursache der "Krankheit" oder Körperzeichen hatten?

 

Oder könnte es sogar sein, dass diese Fachleute unter der pragmatischen schulmedizinischen Lehre daran gehalten wurden, kein Verhütungsverhalten oder Gesundheitsprävention betreiben zu dürfen?

 

Durch die mindestens zwei Jahre dauernden Einnahme von einem Phosphorbasen-Präparat wurde dieser Übersäuerung oder Übersäuerungszustand ziemlich abgebaut hat und zu einer erstaunlich stabilen Gesundheit also ohne gleichwertige Symptome) gewandelt, obwohl ich nicht wirklich an bekannter Lebenshaltung etwas geändert hatte. Es hat mir ja auch keiner einen plausiblen Grund dazu gegeben.

 

Was mir als "normal" erschien, wie Kopfschmerzen, Verspannungen im Nacken und Schulterbereich, Tennisarm, Handgelenk-Schmerzen, Schulter-Schmerzen und vielleicht noch so kleine Zipperlein sollen nur so nebenbei erwähnt sein.

Weiterhin bewegte ich mich im Bereich des sogenannt «Normalen», wie eben Otto-Normalverbraucher eben so lebt. Bis ein einschneidender Einschnitt, die Scheidung meiner Ehe, auch eine massive Änderung der Ernährungsgewohnheiten mit sich gebracht hat.

Durch die Scheidung, 1997, also war ich beim Existenz-Minimum und konnte deshalb den kostspieligen Gewohnheiten nicht mehr frönen. Was auch ein wesentlich besseres Wohlbefinden zur Folge hatte. Ich wusste aber damals noch nicht weshalb. Durch Unwissen konnte ich keine Abhängigkeit zwischen meinem Wohbefinden und meinen Ernährungsgewohnheiten erkennen.


Ein weiterer Glücksfall, dass ich meine heutige Partnerin 1998 kennengelernt und damit auch eine besondere Berufung gefunden hatte für meine (unsere) Gesundheit besser zu achten und damit auch die Verantwortung gegenüber anderen Menschen erkannt habe. Ich erinnere mich auch, dass ich just in diesem Jahr (1998) das letzte Mal krank war und sogar das Bett hüten musste. Seither bin ich bis wegen Bagatell-Unfall (Knöchelverstauchung) nie mehr bei einem Arzt gewesen, wegen einer Krankheit.

Also keine Erkältung mehr, keine Grippe mehr, kein Unwohlsein irgendwelcher Art. In der Zwischenzeit kenne ich keinen Fussschweiss mehr, keinen Fusspilz, keine Ekzeme noch Magenbrennen, da wären noch Tennisarm oder Maus-Syndrom zu erwähnen, die seit vielen Jahren ebenfalls vollständig verschwunden sind. Ich darf auch mit Stolz mich heute erinnern ab 2005, wo ich meine letzte Zigarette geraucht hatte, und erklären, dass ich von diesem Laster glücklich befreit bin.

Um beim Glücksfall fortzufahren, darf ich berichten, dass wir beide am Beginn unserer Bekanntschaft schnell erkannt haben, dass die Gesundheit ein wichtiges Anliegen uns beider war und dies bis heute unvermindert. 1998 also habe ich gelernt, weshalb ich ein Magengeschwür bekommen habe, weshalb ich eine Gallen-Kolik erleben musste und all die andern Unannehmlichkeiten.