Nespresso - Babymilch in Kapseln?

Nestle  hat sich eine neue Clientelle ausgedacht und auf Erfahrungswerte der Nespresso-Kapseln gebaut. Aber die Babymilch-Kapseln scheinen nicht zum Verkaufsschlager zu mutieren.

 

Ein Beitrag aus der Handelszeitung vom 26 Juli 2012 sei hier eingebracht und kommentiert sowie mit einigen Web-Beiträgen unterlegt.

In den Kindereschuhen

Dieser Beitrag aus der Handelszeitung vom 26 Juli 2012 sei hier eingebracht und kommentiert sowie mit einigen Web-Beiträgen unterlegt.


Martin Grieder ist ein Familienmensch. Der 46-jährige Nestle-Manager hat zwei Söhne und zwei Töchter. Der jüngste Spross der Grieder-Familie kam vor gut 14 Monaten zur Welt. Kaelia ist damit zweieinhalb Wochen älter als das jüngste Baby von Nestle, das Babymilch-Kapselsystem Babynes.

Grieder ist bei seinem Arbeitgeber für Babynes zuständig. Seine Aussagen über das Produkt klingen wie das Drehbuch für eine Dauerwerbesendung. «Meine Frau hat unsere Kaelia während fünf Monaten gestillt», schreibt er der «Handelszeitung» aus den Ferien in Südfrankreich. «Seit neun Monaten ist Kaelia nun aber glückliche Babynes-Konsumentin. Sie liebt die Milch und wir lieben das Babynes-System. Wir nehmen die Maschine überall mit uns mit. An Weinachten hat sie uns nach Aus- tralien und jetzt nach Saint-Tropez begleitet. Wir persönlich sind völlig davon überzeugt», schreibt Grieder.

Genau die gleiche Geschichte wie die Milch von der Mutterkuh, die konventionell aufgearbeitet wurde und dann dem Kalb zu trinken gegeben wurde. Das Kalb ist innerhalb drei Monaten gestorben. Die Individualität der Muttermilch ist so einmalig und derart auf die Bedürfnisse des Kindes abgestimmt, dass es kein synthetisches Produkt es schafft, diese nachzuahmen. Der einzige Weg ist zurück zur Natur.

Mister Babynes erinnert an Nespresso- Botschafter Georg Clooney, wenn er die Vorteile der Kaffeekapseln anpreist. Doch im Gegensatz zum milliardenschweren Phänomen Nespresso steckt das Geschäft mit den Baby-Kapseln bislang noch in den Kinderschuhen. Obwohl sie von Nestle mit viel Brimborium auf den Markt gebracht wurden und seither in Apotheken und Baby-Ausstattern mit viel Aufwand vermarktet werden, scheint sich die Kapselbegeisterung bei Schweizer Eltern in Grenzen zu halten. Nestle zögert wohl deshalb die geplante Lancierung des Systems äusserhalb des Schweizer Testmarkts hinaus.

Dabei schien der Erfolg programmiert. Eltern müssten eigentlich auf Anhieb vom Produkt überzeugt sein. Stressreduktion steht meist ganz oben auf der Prioritätenliste, zumal hungriger Nachwuchs gegen jede Minute ohne Nahrung in der Regel lautstark protestiert. Die aufwendige Herstellung herkömmlicher Babynahrung kostet nämlich Zeit. Mehrmals am Tag muss man Wasser abkochen, abkühlen lassen,Milchpulver genau abmessen und die Mischung dann wieder auf eine babygerechte Trinktemperatur bringen.


Babynes vereinfacht diese Prozedur enorm. Die nach Alter abgestuften Milchkapseln enthalten immer die richtige Menge Nahrung (woher bitte weiss Nestle um die richtige Menge?) , die Babynes-Maschine füllt die Flaschen sstets in der richtigen Trinktemperatur. Zudem schluckt sie herkömmliches, nicht abgekochtes Leitungswasser. Möglich machen das spezielle Filter (Das müssten aber bereits Nano-Filter sein, die die Kapsel unerstehlich teuer machen würde, das ist eine Konsumenten-anLüge), die in jeder Kapsel integriert sind. Vor allem aber geht die Zubereitung einer Portion mit Babynes sehr schnell. Kapsel rein, zwei Minuten später ist die Baby-Mahlzeit fixfertig. (man spielt also auf den Zeitmangel und die Bequemlichkeit der Eltern) Trotz dieser Vorteile verkaufte zum Beispiel eine Zürcher Apotheke an allerbester Lage von Januar bis Juni dieses Jahres bloss 5 Babyness-Maschinen. Eine Kurzumfrage bei diversen Baby-Ausstattern ergibt ein ähnliches Bild. Babynes stosse zwar auf Interesse, so der Tenor bei den Verkäufern, sei aber sicher kein Verkaufsschlager. Zum Absatz übers Internet gibt es keine Informationen.


Bei Nestle will man freilich von einer Flaute nichts wissen. «Generell können wir sagen, dass die Verkaufszahlen unsere Erwartungen übertreffen», hält Firmensprecherin Melani Kohli fest. Sie wiederholt damit Aussagen von Nestle-Top-Manager vom Februar. Finanzchef Jim Singh sagte bei der Präsentation der Jahresbilanz, die Babynes-Verkäufe lägen «über den Zielvorgaben.» Und der Konzernchef Paul Bulcke ergänzte, dass die Mütter und Väter Babynes sehr gut aufgenommen hätten. «Das freut uns sehr.»

Welche Umsatzziele Nestle für Babynes hat, gibt das Unternehmen aber nicht preis.  Babynes ist für Nestle strategisch wichtig. «Die Tatsache, dass der Konzern bereit ist, in einer Nische zu innovieren, beweist für mich, dass Nestle langfristig orientiert ist und die Geduld hat, auch ein internes KMU wachsen zu lassen.»

 

Für mich ist diese Feststellung schon der Beweis dafür, dass der stete Tropfen den Stein höhlt, will heissen, dass mit genügend Werbung und immer wieder andauernden Berieselung irgend wann die Eltern schwach werden und in die Abhängigkeit von Nestle gehen werden.


Nespresso war zu Beginn auch fast eine Totgeburt und heute gibt es kaum ein Halten mehr, obwohl der Kaffee ekelhaft schmeckt, was wiederum beweist, wie manipuliert die Menschen schon sind.


ConvenienceFood sind vorgefertigte Nahrungshülsen, die keine Vitalstoffe enthalten und die Menschen in Mangelsituation bringen, die wiederum mit der Schulmedizin und damit mit pharmazeutischen Produkten den Umsatz der Weltkonzerne ankurbelt.

Auf Kosten der Gesundheit - auf Kosten von Menschenleben und diese legalisierten ....... laufen frei herum!