So, von hier nach unten ist alles alter Käse und bereits Geschichte, könnte aber vielleicht trotzdem noch interessieren:

 

Letzte Aktualisierung: Mi 01. juni 2011 0.01 Uhr

 

Die Gemeinde-Versammlung (31.05.2011) ist Geschichte und der Dorfladen in Landschlacht ist scheinbar keine einzige Stimme der anwesenden Stimmbürger wert.

 

Das Traktandum "Umfrage und Allgemeines" ist mit den Erklärungen des Gemeinde-Ammanns über die nicht wenigen Anstrengungen ohne weitere Stimmenmeldung ungenutzt beendet worden.

 

Die GV wurde geschlossen.  Der Dorfladen ist gestorben. Punkt

 

Mein Kommentar:

Die Stimmbürger bzw. Einwohner haben sich damit selber qualifiziert.

Letzte Aktualisierung: SA 28. Mai 2011 09.00 Uhr

 

Gerade mal zwei Wochen alt ist der politische Entscheid der Einwohnergemeinde Trüllikon zum Neubau des Dorfladens, wovon über 80% mit einer Stimmbeteiligung von 48% einem Kredit von über 1.5 Mio. Franken zugestimmt haben.
Alle waren der Meinung, dass das Dorf nicht zu einer Schlafgemeinde verkommen soll, sondern mit Dorfladen und Dorfkern an Attraktivität gewinnen und das Dorfleben wieder aufwecken soll. Der Ladenverein Trüllikon bezeichnet sich also etwas wie der Unterstützungsverein für ihren Dorfladen.

 

Hier noch der Querverweis zu der ursprünglichen Internetseite mit "Lädelisterben".

Enttäuschend oder einfach Ernüchternd!
 
In den letzten Wochen hat sich bewiesen, was befürchtet wurde - die Anteilnahme der Bevölkerung hält sich in Grenzen oder wie der deutsche Politiker, Georg Gysi, anlässlich der Regierungserklärung zum G8 Gipfel, gesagt, die Leidenschaft scheint der älteren Alterklasse vorbehalten zu bleiben.
 
Von den ca 400 bis 500 Haushalten in Landschlacht sind gerade einmal 67 Talons mit dem Ausdruck des Bedauerns und/oder dem Wunsch des Erhalts oder Neu-Eröffnung eines Dorfladens. Das sind 15% (mit 450 Haushalten gerechnet) Wenn noch 20 Talons dazukommen würden wären wir bei 20%. Wenn nur jede(r) Fünfte Einwohner einen Dorfladen begrüssen würde, darf das nicht darüber hinwegtäuschen, dass 80% scheinbar nicht daran interessiert sind.
 
Kommt dazu, dass von abgegebenen Talons mit Sicherheit 80% von älteren Einwohnern sind, deren Umsatz aber nur einen Bruchteil ausmacht im Vergleich zum erwünschten Kundensegment.
 
Eine weitere Unsicherheit bei der Quantifizierung der Personen liegt bei der Abgabe der Talons, wie ich schon mehrmals beobachtet habe. Dabei werden viele Personen, die die Kasse passieren nicht mehr angesprochen auf den Talon - Gleichgültigkeit oder Ignoranz ...?
 
Einmal abgesehen davon, dass es verschiedene Stimmen gibt, die neben  Freundlichkeit,  Frische und Sortimentsbreite die Attraktivität des bestehenden SPAR bemängeln, glaube ich kaum, dass ein neuer Dorfladen nach der ersten Neugierde-Besuchen mehr als die 20% der Einwohner zum täglichen Einkauf begeistern könnte. Niemals aber mehr als vielleicht 30 bis 40% - und das ist zu wenig.
 
Wie schon erwähnt steht und fällt der Dorfladen mit dem Umsatz, mit dem Konsumverhalten der Einwohner, Standort abhängig allenfalls von Pendlern auf dem Weg zur Arbeit.
 
Ein überaus attraktives Angebot, was und wie immer das aussehen mag, integriertes Postdepot, Snack- oder Kaffeestube,  Internet-Café, HotSpot mit Gratis Zugang, Kiosk, Tankstelle, Waschbox, tägliche HighLight-Angebote, die Sogwirkung haben mit Aktivitäts-Beteiligung der Einwohner, die wiederum die Familien motivieren hinzugehen usw. wären etwa das mindeste, was geboten werden sollte.


Wöchentlich vielleicht ein Fischmarkt, ein Käsemarkt von hiesigen Einwohnern,  einen Frischmarkt mit regionalen Erzeugnissen, die nachhaltig produziert worden sind.

 

Ein Feuerwerk (aussergewöhnliche Erfolge bedingen aussergewöhnliche Massnahmen) soll jeden Passanten, zu Fuss, mit dem Zug, dem Fahrrad, dem Auto zur Einkehr bewegen um sich einzudecken mit seinem Bedarf.


Da könnte etwa die Schule sogar einen Schüler-Znüni-Kiosk betreiben, was die Mathematik, Sozialkompetenz, Warenwirtschaft, Betriebswirtschaft, Material- und Lebensmittelkunde mit Learning by Doing einen wertvollen Beitrag leisten, sich im Leben zu trainieren und vielleicht schon auf dieser Stufe einen Berufswunsch oder eine Idee dazu zu erhalten.

Das alles sind Ideen - nicht mehr und nicht weniger - und ich bin überzeugt, ihr habt noch viel mehr solcher Ideen, die zu einem Feuerwerk werden können, wenn ihr nur wollt. Was du säst, wirst du ernten - säst du Freude und Gutes, wirst du Gutes und Freude ernten. Säst du Angst und Böses, wird du Böses und Angst ernten.
 
Das Einbinden der Bevölkerung sehe ich ohnehin als den wichtigsten Faktor an, weil Selbstverantwortung, Selbstversorgung, und Unabhängigkeit ein unabdingbares Gut ist, das wieder vermehrt gepflegt werden soll.

 

Der Mensch im Mittelpunkt

 

Das Einbinden der Bevölkerung sehe ich ohnehin als den wichtigsten Faktor an, weil Selbstverantwortung, Selbstversorgung, und Unabhängigkeit ein unabdingbares Gut ist, das wieder vermehrt gepflegt werden soll.


Die Gemeinschaft nach dem Motto "Einer für alle - alle für einen" soll wieder vermehrt nachgelebt werden, damit stärken wir den Zusammenhalt, bauen wir zwischen der Bevölkerung Vertrauen und Hilfsbereitschaft auf. Damit vermeiden wir ein Dahinvegetieren, besonders alleinstehender Menschen, die wieder Lebensfreude gewinnen dürfen und Anteilnahme erfahren und damit wieder einen lebenswerten Altersabschnitt erleben dürfen.


Auch können damit Verständnis und Vertrauen zu unseren ausländischen Mitbewohnern gefördert werden, damit auch die Eingliederung, verhindern somit das Isolieren der ausländischen Gesellschaft. Wir sind nur miteinander stark. In Krisensituationen (und die werden kommen!) getrauen wir uns anzusprechen, anzubieten, Anteil zunehmen und zu integrieren, von Mensch zu Mensch eben, unabhängig von Herkunft und Hautfarbe. Ich bin aber der Überzeugung, dass wir keine Krisen brauchen, um uns näherzurücken - machen wir es einfach!


Dazu brauchen wir jede Einzelne, jeden Einzelnen mit Engagement mit Ideen, mit Beitragswillen und Herzblut. Wir können nicht alleine leben, wir sind Gemeinschaft, jeder braucht jeden, jeder an seinem Platz ergibt ein Ganzes, keine Mimosen, keine Machtgelüste, keine Gier, keine Hinterlist, keine Missgunst, keine Eifersucht, keine Eigenbrödlerei, keine Ellbogen-Mentalität, sondern Gunst, Zuneigung, Hilfsbereitschaft, Uneigennutz, ein Lächeln, eine freundliche Geste, eine gute Tat, eine 5 gerade sein lassen, Freude bereiten, musizieren und singen, lachen.

Medien verändern Konsumverhalten!
 
Das manipulierte Konsumverhalten unserer Bevölkerung ist bereits derart verändert, dass die einkaufende Masse (damit ist der Grossteil der Konsumenten gemeint) nicht mehr in einem einfachen, mit einen vernünftigen Sortiment führenden Dorfladen einkaufen geht. Mann und Frau wollen mehr, diversifizierter, breiteres, tieferes Sortiment mit einem Haufen Unsinn und Ungesundem,  weil die Werbung es uns vorschreibt...?
 
Das «Bewusst Sein» der arbeitenden, der aktiven(?), jungen, mobilen Bevölkerung bewegt sich entweder bereits derart im Bereich der sogenannten Geschäftsblindheit oder aber einer dermassen impertinenten Ignoranz zum lokalen Zeitgeschehen (nach dem Motto: Nach mir die Sindtflut), dass es diesem Segment der Einwohner von Landschlacht (und nicht nur hier)  scheinbar egal ist, ob eine Einkaufsmöglichkeit vor Ort verschwindet.

Wir haben mal wieder eine Sommer-Epidemie, EHEC Darmbakterium mit bereits einigen Toten in wenigen Tagen und am Freitagabend 22.00 Uhr 1000 Menschen mit dem lebensgefährlichen Darmbakterium infiziert und 276 schwer erkrankt. Weshalb? Weil wir Lebensmittel über Tausende von Kilometern transportieren von Produzenten, deren Anbaumethoden uns unbekannt, und hinlänglich bekannt sind mehr als belastend mit Giften (Funghiziede, Herbiziden, Pestiziden etc.) in den Handel bei uns kommen. Langsame Vergiftung ist nicht so schlimm wie schneller Tod dadurch, so muss es uns vorkommen - oder nicht?
 
Stattdessen rennen die im vorletzten Abschnitt erwähnten Menschen den neuen peripheren Einkauf-Zentren nach, verursachen hausgemachten Nahverkehr, verpesten die Luft, verstopfen die Strassen, belasten die öffentlichen Kosten, fordern Schnellstrassen, schimpfen bei Treibstoffpreis-Erhöhungen, verlangen Tagesstätten für ihre Kinder, weil beide zur Wahrung ihres Prestige-Lebensstandards arbeiten müssen, wundern sich wenn immer mehr Kinder übergewichtig werden, dauernd mehr öfters krank sind, lästern gegen die jährlichen Krankenkassen-Prämien-Erhöhungen, können kaum noch kochen wie Grossmutter, ernähren sich schlecht, treiben zu wenig Sport, hängen hinter der Glotze oder sind wegen Tennis, Golf oder Tontaubenschiessen schon wieder ein Wochenende ausser Haus, wundern sich wenn die Kinder schwer erziehbar sind und verlangen, die Schule soll's wieder richten, therapieren wegen Burn-Outs, wegen Eheproblemen, konsumieren Viagra (hohe Dunkelziffer) und andere Drogen, stellen sich aber öffentlich entrüstet dagegen, und konsumieren sonst auf Teufel komm' raus.
 
Die Anzahl derer, die mir bei diesem Bild etwas dagegen halten will und kann, können warscheinlich an einer Hand abgezählt werden. Weshalb können wohl dauernd und überall neue, grössere, modernere, mobilitäts-notwendige, und rentierende Einkaufszentren gebaut werden? Wer das Gegenteil behaupten will, soll mir einmal einen einzigen Laden nennen, der in den letzten 10 Jahren dicht gemacht hat!

 

Worauf ist das zurückzuführen?
 
Die Medien verdunkeln die Urteilsfähigkeit nicht nur der Kinder, sondern vor allem der Erwachsenen durch die Dauer-Berieselung (dem sagt man «unterschwellige Sugestion»). Ihnen wird vorgegaukelt, was am folgenden Wochenende ansteht, sich zu beschaffen, damit das Auge des Nachbarn erkennt, dass man "UpToDate" ist. Vom Zweit-Auto, natürlich Cabrio, über die neusten 24gängigen Bikes, das trendige Out-Fit nicht vergessen, ein Backporter für drei Fahrräder zeigt ja auch gleich der ganzen Umgebung, wie sportbewusst du bist (die sehen ja eh' nicht, ob ich die Räder zum Radeln überhaupt ablade), Hauptsache, man wird gesehen.
 
Nun wollen doch die kleinsten aber auch ihren Status, wie ein Trampolin, zu dem man die Nachbarskinder einladen kann, in der Stube fehlt noch ein Nintendo oder gar eine Play-Station, vom Flachbildschirm unter 106 cm Diagonale gar nicht zu sprechen, wie sind doch IN. Bereits mindestens ab der ersten Klasse ist ein Computer im Kinderzimmer (Elektrosmog lässt grüssen) ein Muss - damit lernt sich viel leichter - ist ja gleichzeitig spassig - wieviel dann wirklich gelernt wird, wissen die Lehrer.

 

Es gibt kaum einen Schüler, der nicht mit einem Handy ausgerüstet ist und trotz möglichen Trageverbotes in der Schule, wird diese Mikrowelle überall und allgegenwärtig benutzt und damit geblufft. Wer von euch Eltern hat schon einmal den Bericht der Mikrowelle gelesen?

 

Wir werden fremdgesteuert - auch ich bin es - vielleicht bin ich mir etwas bewusster als manch einer, der das liest und versuche, mindestens mit verschiedenen Schwerpunkten im Leben dem entgegenzuwirken oder einfach anders zu sein. Ich denke mehr mit dem Herzen und weniger mit dem Kopf oder dem Geldseckel - deshalb haben wir (du und ich) nicht die gleiche Schwingung (Frequenz oder das Heu auf der gleichen Bühne).

 

Du kannst nun machen mit diesen Informationen, was du willst.

 

Du kannst dich damit auseinandersetzen und zur Einsicht kommen, dass das eine oder andere auch für dich stimmt und du dich wirklich einmal hinter die Bücher machen solltest, dein Wissen zu ergänzen und mehr mit dem Herzen zu denken.

 

Du kannst nun aber auch die ganzen Gedanken meiner Publikation ignorieren, als sentimentale Emotion einstufen, abhaken und dich wieder mit dem gewohnten Wochenend-Syndrom beschäftigen. Ich wünsche dir viel Spass dabei.

 

Mehr braucht es nicht zu sagen.

 

Man wird sich bewusst oder eben nicht!

 

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Übrigens: Belebtes Wasser fördert das Denkvermögen, das Handeln mit dem Herzen und die soziale Verantwortung im nahen und weiteren Umfeld!

 

Belebtes Wasser bietet Struktur - die wir nicht mehr haben... oder wir meinen Struktur zu haben, bemerken aber nicht, dass es die falsche Struktur ist.

 

Welch ein Zufall, dass das Produkt, das ich anbeiten darf, noch so heisst:

 

"DENKaqua-Schweiz"